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Leider war ich während der Spielzeit in diesem Jahr einige Wochen auch krank, so dass ich leider weniger Konzerte besuchen konnte,
als ich eigentlich wollte, dennoch möchte ich an dieser Stelle einfach meine Meinungen zu den einzelnen Konzerten wiedergeben.
Meine Meinung
1. Konzert: Schola Gregoriana Pragense “Antica E Moderna”
Gleich zu Beginn der Konzertreihe kommt Musik zu Gehör, welches dem Thema des diesjährigen Musiksommers “Gregorianik und Moderne”
gerecht wird. Gregorianische Choräle wurden in klangvoller Einsamkeit präsentiert. Aber auch nicht echt-gregeorianische (weil nicht
einstimmige) Melodien wurden vor dem mit Kerzen ausgeleuchteten Hintergrund prachtvoll gesungen. Nach dem Konzert gab es diverse
CDs zu kaufen, die neben dem dargebotenen Programm auch weitere Eigenproduktionen enthielten.
Meine Wertung: Echt schön. Ich mag diese klare Einstimmigkeit und die liturgischen Gesänge. Diese wurden dem Raum und der Musik angepasst wiedergegeben. Daher: 
2. Konzert: Vor den Bildern Feiningers
Am Anfang wurden Bilder von Lyonell Feininger gezeigt, per Laptop auf eine Leinwand geworfen. Danach erklangen verschiedene Variationen zur Fuge 2 von Feininger.
Meine Wertung: Niemand wusste so recht, was kommen wird. Nach ein paar Bildern am Anfang wurde sehr modern aufgespielt. Für mich selber war diese Art von Musik zwar dem zweiten Teil des
Musiksommer-Themas “Gregorianik und Moderne” entsprechend, doch viele Besucher ebenso wie ich
haben hier doch etwas anderes erwartet. Sicherlich waren diese Musiker in ihrem Genre gut, jedoch war
es dieser Konzertreihe etwas unangepasst. Daher: 
3. Konzert: 25 Jahre “musica juventa”
Dieses Orchester begleitet den Quedlinburger Musiksommer schon seit einiger Zeit. Sei es (mittlerweile traditionell) im Abschlusskonzert zusammen mit dem Quedlinburger Oratorienchor, oder wie hier als
eigenständiges Konzert. Bach, Haydn und Mozart standen an diesem Tag auf dem Programm.
Meine Wertung: Traditionell gut gespielt, jedoch war mir an diesem Abend nicht gerade die Stimmung auf solch eine Art Musik. Wie gesagt, hier nur meine persönliche Meinung, die eben von meinem
Befinden und Geschmack abhängig ist, daher erwarten Sie hier keine objektive Aussage! Ansonsten
schön, dass man auf solch verlässliche Musiker immer wieder bauen kann. Dennoch nur: 
4. Konzert: Unio Mystica - Ensemble Ala Aurea
Zwei Musikerinnen auf teilweise historischen Instrumenten brachten alte Gesänge zu Gehör. In einem auch für das Auge interessanten Wechsel der “Kulisse” (allein durch die verschiedenen Instrumente und
Standorte der Damen) wechselten sich verschiedene Arten von mittelalterlicher Musik ab.
Meine Wertung: Erstmal ein Lob an die Damen auch außerhalb des Konzertes: vor dem Konzert waren sie sehr freundlich und nach dem Konzert namen sie sich noch fast eine Stunde Zeit, um interessierten
Gästen die Musik zu erklären. Sie zeigten auch ihre Instrumente, erklärten deren Aufbau und Spielweise.
Für mich war vor allem die Lieder mit der Drehleier interessant, da ich für ein Musikschulprojekt selber
einmal dieses historische Instrument spielen durfte und bisher noch niemanden live mit einer Drehleier
erleben konnte. Das ist eine Art der Musik, die sehr schön in diesem Raum passt und mir auch gefällt.
Daher konnte ich mir auch ein Autogramm ergattern. Aus diesem Grund: 
5. Konzert: Just Violins
Dieses Konzert im Barocksaal des Schlossmuseums bietet immer mal andere Musik im Rahmen des Quedlinburger Musiksommers. Dieses Mal war das nach eigenen Aussagen einzige Violinenquartett
Deutschlands mit seinem Programm in Quedlinburg. Die Besetzung wurde kurz vorher nochmal geändert
, da Birgitt Schröder leider verhindert war. Es erklangen unbekannte und bekanntere Werke von
Telemann, Tajecewic u.a. aber auch zwei Eigenkompositionen von Thomas König, der ebenfalls in
diesem Quartett mitspielte. Da es nur relativ wenig Musik für Violinquartette gibt, gab es auch Werke für Duo und Trio.
Meine Wertung: die Stücke an sich waren sehr schön ausgewählt und die Werke entsprachen auch meinen Vorstellungen an ein klassisches Konzert. Lediglich die sehr expressiv-modern wirkenden Solo-
bzw. Quartett-Stücke fand ich persönlich nicht schön. Klanglich war vor allem das Solostück von Thomas
König in Richtung John Cage zuzuordnen, der versuchte, gegenrhythmische Elemente mit einer völligen
Klangfarbenveränderung der eigentlichen Instrumente zu mischen. Ohne diese beiden Stücke wäre die
Wertung weitaus höher ausgefallen. Aus diesem Grund nur noch: 
6. Konzert: Die Prinzen - “natürlich akustisch”
Die Prinzen touren in diesem Jahr mit dem Motto “natürlich akustisch” in Deutschland. Eine Station war der Quedlinburger Musiksommer. Es war und sollte ein Experiment sein, denn solch Pop-Lieder habe
ich bei den Konzerten in diesem Rahmen an diesem Ort noch nicht erlebt.
Meine Wertung: Ich war in die unmittelbaren Vorbereitungen zu diesem Konzert eingebunden und konnte so dass entstehen des Konzertes vom Ankommen der “Prinzen-Techniker” bis abends zum Abschließen
der Kirche mitverfolgen. Was mir auffiel, war die offene Freundlichkeit aber auch Direktheit der
Techniker. Vor allem der Manager bei diesem Konzert war sehr offen zu uns Jugendlichen und
Erwachsenen (die wir Ihnen halfen), er kannte sogar nach ein paar Stunden alle unsere Namen. So ging
der Auf- und Abbau der viele technischen Hilfsmittel gut voran. Das lag aber mit auch daran, dass die
mitgereisten Helfer uns hier klipp und klar sagten: du dort hin - du dort hin. Insgesamt ein riesen Technik
-Aufgebot auf der Bühne, doch von einem dröhnenden Pop-Konzert konnte nicht gesprochen werden.
Dies lag sicherlich daran, dass die hunderten von Besuchern nicht wie sonst üblich stehend mitfeierten,
sondern auf ihren Plätzen den gesanglichen Qualitäten der insgesamt sieben Musiker lauschten. Man
bemerkte, wie die Prinzen versuchten, eine Party-Stimmung in die Kirche hinein zu bringen, jedoch war
dies sehr schwierig, nicht zuletzt durch das große Altersspektrum der Zuhörer von sechs bis 80 Jahre,
die nicht so sehr Stimmung haben wollten denn eher mehr qualitativ hochwertige Musik. Und diese wurde
ihnen auch geboten. Als für dieses Konzert besonderes wurde ein Kyrie in gregorianischer Weise
vorgetragen. Nicht nur an dieser Stelle bemerkte man, dass die Prinzen sich gut über den Ort, den
Quedlinburger Musiksommer und auch das diesjährige Thema informiert haben. Als Quedlinburger
erkennt man normalerweise sehr gut, wer von weiter weg ist, denn meistens sprechen die Besucher den
Ort eher wie Kwettlinburg, doch unter den Einheimischen ist vor allem der weiche und langgezogene
Anfang (geschrieben eher wie Quehdlinnburg) bekannt, dieses meisterten die Prinzen sehr gut. Auch
wenn wenig Zeit war, nahmen sie sich nach dem Konzert noch zwei Minuten, um den Besuchern von der
Bühne herab Autogramme zu geben. Für alle anderen gab es am Fanshop vor der Kirche von den 4
Sängern vorher signierte CDs und andere Dinge zu kaufen. Dazu hatte ich leider keine Zeit, doch dank
der freundlichen Leute von den Prinzen, habe ich jetzt ein handsigniertes Plakat mit den Unterschriften
von den 4 Sängern und den 3 Instrumentalisten.
Insgesamt ungewöhnlich gewesen, war dieses Konzert eigentlich ausverkauft gewesen, doch viele
scheinen vergessen zu haben, dass es war, denn einige vorbestellte Karten wurde nicht an der
Abendkasse abgeholt. Auch viele andere sagten, dass sie es fast vergessen hätten, weil sie schon vor
Monaten sich ihre Karten gesichert hatten. Die weiteste angereiste Dame kam mit ihren knapp 70
Jahren sogar aus Erfurt extra nach Quedlinburg. Für den Quedlinburger Musiksommer sicherlich ein
Experiment gewesen, war es jedoch ansprechend und qualitativ hochwertig gewesen. Daher: 
8. Wandelkonzert und Abschlusskonzert
Leider mussten diese beiden Konzerte wegen der Erkrankung von Kirchenmusikdirektor Biller, der zum Wandelkonzert die Orgeln selber vorgestellt hätte sowie zum Abschlusskonzert die musikalische Leitung
hätte, ausfallen. An dieser Stelle Gute Besserung und Danke für dieses Jahr Musiksommer!
Schlusswort
Wie gesagt, es soll alles nur meine eigene Meinung wiedergeben. Auch wenn ich an einigen Stellen dieser Konzertreihe mithelfe, habe ich organisatorisch nichts mit dem Quedlinburger Musiksommer zu tun. Die Konzertreihe von Herrn KMD Gottfried Biller vor 26 Jahren als festen Bestandteil der
Kulturlandschaft Quedlinburgs ins Leben gerufen und seit zwei Jahren durch den Förderverein
Quedlinburger Musiksommer e.V. unterstützt hatte lange Zeit keine eigene Internetpräsenz. Erst seit Anfang 2006 gibt es die Seite www.quedlinburger-musiksommer.de , doch schon seit demn Jahr 2002
gibt es eine knappe Übersicht auf meiner privaten Seite. Es soll zwar Werbung sein, jedoch erhalte ich
dafür keine Gegenleistung. Aus diesem Grund können hier nur bedingt aktuelle Änderungen
eingebunden werden und die Programme können erst hier eingebunden werden, wenn die offiziellen
Handzettel mit dem Programm in den öffentlichen Gebäuden der Stadt ausliegen. Vorher komme ich auch nicht an die Liste.
Aus diesem Grund: keine Gewährleistung für die Richtigkeit der Angaben. Die Rechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber. Lediglich die auf dieser Seite (und auf den Programmseiten mittels Sternchen
dargestellten Wertungen) sind meine eigenen Gedanken.
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